Snowboardtour Axalp vom 16. Februar 2003
 

Snowboard Axalp

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Wie soll man das grossartig beschreiben, wenn man zuerst mit den Beinen bis zum Bauch im frischgefallenen Tiefschnee drinsteckt, den Hang als endloses Weiss vor sich erblickt. An dieser Stelle beginnt das Feeling eigentlich schon! Sobald man dem Board einen leichten Ruck verliehen hat, um die Beine aus dem Schnee zu befreien.

Dies ist genau der Punkt, an dem sich die Physik verabschiedet und die Emotion die gesamte Kontrolle übernimmt: Du wirst schneller, immer schneller, und bei sich steigernder Geschwindigkeit nimmt das Gefühl der Schwerelosigkeit zu. Du fühlst plötzlich keinen Druck mehr unter dem Board. Alles wird so leicht. Du kantest leicht auf, nein - eigentlich brauchst du dein Board gar nicht wirklich aufzukanten: Du denkst einfach nur daran, einen Schwung einzuleiten. Du willst es. Und das Board folgt dir. Die Fliehkraft wird zu deinem Spielgefährten. Du liegst horizontal in der Kurve und weisst, du hast den Dimensionen den Kampf angesagt.

Du siehst in der Ferne eine Welle aus kristallinem Weiss auf die zukommen. Und einen Augenblick später steht sie schon vor dir. Du schiesst die Wand hoch, und oben an ihrem Horizont hebst du ab. Du hast die Schwerkraft besiegt. Du fliegst. Wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde. Das Ganze kommt dem Gefühl des Fliegens verdammt nah.

Fliegen. Ja genau. Fliegen ist es - oder des Menschen Wunschtraum danach -, was Snowboarden so einzigartig, so faszinierend, einfach schön macht.

aus "Die Farbe des Schnees" von Peter Bauer

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